Friedensdemonstration
3. Oktober 2026 in Stuttgart
Beginn Schlossplatz 13:00 bis 16:30 Uhr, Kundgebung und Demonstration.
Redebeiträge von – Özlem Alev Demirel (Die Linke, MdEP),- Sevim Dagdalen (BSW), – Mark Ellmann (DKP), – Ronja Fröhlich (Bündnis gegen Wehrpflicht), – Jules El Khatib (Deutsch-Palästinensische Gesellschaft), – Michael Quetting (ver.di), – Paul Schobel (pax christi). Grußworte von Margot Käßmann, Hüseyin Dogru, Initiative „Ulm 5“ und Stop the War Coalition / Campaign for Nuclear Disarmament, London.
Hinfahrt aus Karlsruhe, Treff 11:15 Hbf Eingangshalle, RE 11:32 Uhr
Aus dem Aufruf:
Nein zu Hochrüstung, Wehrpflicht und Krieg!
Für Frieden, demokratische Rechte und soziale Sicherheit!
Die Gefahr eines direkten Krieges mit Russland, sogar eines Atomkrieges, wird immer größer. Deutschland wird kriegstüchtig gemacht. Die Regierung will, dass Deutschland erneut zur Führungsmacht wird. Deshalb soll die Wehrpflicht wieder eingeführt werden. Gesundheitswesen und Infrastruktur werden auf Krieg getrimmt, Meinungsfreiheit und demokratische Rechte eingeschränkt. …
Die Ausgaben für Hochrüstung und Militär wurden in Deutschland in den letzten fünf Jahren verdoppelt und sollen bis 2030 nochmals verdoppelt werden, um das NATO-5%-Ziel bis 2035 zu erreichen. Wir müssen das bezahlen, mit höheren Steuern, Sozialabbau und schlechteren öffentlichen Leistungen. …
Statt sich um Friedenslösungen zu bemühen, eskalieren und verlängern Deutschland, die EU und die NATO mit ihrer Militärhilfe, auch für Angriffe tief in Russland, den Krieg in der Ukraine und das Leiden der Menschen. Deutschland wird zunehmend zur Kriegspartei. …
Wir sagen NEIN zu allen Kriegen. Wir lehnen die Militarisierung unserer Gesellschaft und die Einschränkung demokratischer Rechte ab. Wir stellen uns gegen die Unterordnung von Gesundheitswesen, Bildung und Wissenschaft unter die Kriegstüchtigkeit.
- Schluss mit Hochrüstung, Kriegswirtschaft und Sozialabbau!
- Keine Erstschlagwaffen!
- Nein zur Wehrpflicht und anderen Zwangsdiensten!
- Stopp aller Wirtschaftssanktionen und Waffenlieferungen!
- Schließung aller US-Militärstützpunkte in Deutschland und Abzug der US-Atomwaffen!
- Zurück zum Völkerrecht – für alle!
Wir brauchen Abrüstung, neue Abkommen zur internationalen Rüstungskontrolle, den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag und eine gemeinsame Friedensordnung in Europa unter Einschluss Russlands. Wir wollen Frieden und diplomatische Lösungen entsprechend dem Völkerrecht!
Bilder vom Antikriegstag am 1. September 2026 auf dem Schlossplatz
Friedensbündnis Karlsruhe: Kriege sind kein Naturgesetz, Kriege werden gemacht – Atomkriegsgefahr stoppen!
Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig – Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ kritisiert den beim NATO-Gipfel im Juni 2026 vereinbarten Kauf von US-Tomahawk-Marschflugkörpern durch die Bundesregierung.
Aktionshinweis: |
Schreibe Kanzler Merz jetzt eine Protest-E-Mail über die Aktionsplattform „Lobbying4Peace“ und fordere ihn auf, die Aufrüstung mit Mittelstreckenwaffen zu stoppen! > Hier geht es zur Aktion < |
Treffen und Mahnwachen vom Friedensbündnis
Treffen
Das Friedensbündnis trifft sich immer am dritten Mittwoch des Monats um 18:30 Uhr im Roten Stern im Gewerbehof, Steinstraße 23 (beim Lidellplatz)
Bei der ersten Teilnahme gerne vorher anmelden unter
aktive(ät)friedensbuendnis-ka.de
Mahnwache Durlach, Schlossplatz
Die stille Mahnwache für Frieden und Menschenrechte in Durlach seit 2018 findet immer am ersten Dienstag des Monats zwischen 17:00 und 18:15 Uhr am Schlossplatz statt.
Thematisch passende Transparente sind willkommen, auf Werbung für Parteien bitten wir zu verzichten.
Die nächste Mahnwache findet statt am Dienstag, den 8. September2026, 17:00 bis 18:15 Uhr.
Mahnwache Karlsruhe, Kaiserstraße/Ecke Lammstraße
Seit 2025 führt das Friedensbündnis Karlsruhe immer am zweiten Mittwoch des Monats eine Mahnwache zwischen 17:00 und 18:00 Uhr durch, Ort: Kaiserstraße/Lammstraße beim Jungbrunnen.
Thematisch passende Transparente sind willkommen, auf Werbung für Parteien bitten wir zu verzichten. Querdenker:innen sind unerwünscht.
Die nächste Mahnwache ist am Mittwoch, 9. September 2026, 17:00 bis 18:00 Uhr
Das Gedächtnis der Menschheit
von Bertolt Brecht, Schriftstellerkongress 1952 für den Frieden und gegen die Nuklearrüstung
Das Gedächtnis der Menschheit
für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz.
Ihre Vorstellungsgabe für kommende
Leiden ist fast noch geringer.
Die Beschreibungen, die der New Yorker von den Gräueln der Atombombe erhielt, schreckten ihn anscheinend nur wenig.
Der Hamburger ist noch umringt von den Ruinen, und doch zögert er, die Hand gegen einen neuen Krieg zu erheben.
Die weltweiten Schrecken der vierziger Jahre scheinen vergessen.
Der Regen von gestern macht uns nicht nass, sagen viele.
Diese Abgestumpftheit ist es, die wir zu bekämpfen haben, ihr äußerster Grad ist der Tod.
Allzu viele kommen uns schon heute vor wie Tote, wie Leute, die schon hinter sich haben, was sie vor sich haben, so wenig tun sie dagegen.
Und doch wird nichts mich davon überzeugen, dass es aussichtslos ist, der Vernunft gegen ihre Feinde beizustehen.
Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen,
damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde!
Lasst uns die Warnungen erneuern, und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind!
Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden
