Aktuell

Auf zur Demonstration am 30. Mai 2026 in Wiesbaden Start: 12.30 Uhr Hauptbahnhof Wiesbaden

Gemeinsame Fahrt mit Regio-Express, Treff Treff 9:50 Halle Hbf Karlsruhe, Abfahrt 10:06, 1x Umstieg in Mainz.

Aus dem Aufruf:

Es bleibt dabei: Keine Mittelstreckenwaffen – nirgends!

Die Pläne der USA, Raketen und Marschflugkörper in Deutschland aufzustellen, sind vorerst vom Tisch. Das ist eine gute Nachricht! Doch es gibt weiterhin genug Gründe, um gegen den Rüstungsrausch der Regierenden zu protestieren!

Ob das Wort des US-Präsidenten auch in drei Monaten noch etwas zählt, darf in Frage gestellt werden. Gleichzeitig sind wir empört über die reflexartigen Rufe aus der deutschen und europäischen Politik, die nun möglichst schnell in eigener Regie Mittelstreckenwaffen entwickeln und aufstellen will.

Dabei ist klar: Mittelstreckenwaffen sind reine Angriffswaffen und erhöhen die Kriegsgefahr. Auch deutsche oder europäische Marschflugkörper bergen das gravierende Risiko eines Präventivangriffs und gefährden somit unsere Sicherheit. Daher bleibt unser Ziel ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!

Wir wenden uns zudem gegen die US-Militärstützpunkte in Deutschland, die erneut für einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg genutzt werden. Insbesondere die Air Base Ramstein spielt im Krieg gegen den Iran eine zentrale Rolle, aber auch Wiesbaden beherbergt wichtige Hauptquartiere der USA für ihre Kriege in Afrika und im Nahen und Mittleren Osten. Wir fordern die Bundesregierung auf, Völkerrecht zu respektieren, jegliche Kriegsbeteiligung zu beenden und den USA die Nutzung ihrer Basen hier unverzüglich zu untersagen. Sie müssen so schnell wie möglich aufgelöst und alle Atomwaffen aus Deutschland abgezogen werden.

Dass die USA jetzt vorerst keine Mittelstreckenwaffen in Deutschland stationieren, muss als Gelegenheit für neue Initiativen zur internationalen Rüstungskontrolle und Abrüstung betrachtet werden. Dafür gehen wir am 30. Mai in Wiesbaden auf die Straße! Wir sagen: „Keine Mittelstreckenwaffen – nirgends!“ und bekräftigen unsere Forderungen:

  • Die Stationierung von US-amerikanischen Mittelstreckenwaffen in Deutschland dauerhaft zu unterbinden
  • Das US-Raketenbefehlskommando in Mainz-Kastel ersatzlos abzuziehen
  • Das Projekt zur Entwicklung eigener europäischer Mittelstreckenwaffen (ELSA) zu stoppen und keine eigenen Hyperschallraketen zu entwickeln
  • Keine Tomahawk-Marschflugkörper und Abschussrampen von den USA zu erwerben
  • Verhandlungen über Rüstungskontrolle zu führen, um ein multilaterales Folgeabkommen zum INF-Vertrag, der von 1988 bis 2019 Mittelstreckenraketen in Europa verboten hat, und dadurch auch einen Abzug russischer Mittelstreckenwaffen wie der „Oreshnik“ zu erreichen
  • Die allgemeine gesellschaftliche Militarisierung und die Reaktivierung des Kriegsdienstzwangs zu stoppen
  • Kriege und Konflikte diplomatisch statt militärisch zu lösen
  • Weltweit für eine sichere und friedliche Zukunft einzutreten und dabei auch mit den Staaten zusammenzuarbeiten, zu denen westliche Länder in machtpolitischer und/oder wirtschaftlicher Konkurrenz stehen.

Weitere Infos unter: https://wiesbadener-buendnis.de/

Karlsruhe – Marktplatz, 10:00 Uhr

Lesung und Musik anlässlich des Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung, Spiegelfechter, Kabarett in der Orgelfabrik Durlach, Amthausstraße am 15. Mai 2026

Einlass ab 19:30 Uhr , Beginn 20:15 Uhr. In Kooperation mit der DFG-VK Karlsruhe, Solidaritätseintrittspreis 10,- €

Treffen und Mahnwachen vom Friedensbündnis

Treffen

Das Friedensbündnis trifft sich immer am dritten Mittwoch des Monats um 18:00 Uhr im Roten Stern im Gewerbehof, Steinstraße 23 (beim Lidellplatz)

Bei der ersten Teilnahme gerne vorher anmelden unter

aktive(ät)friedensbuendnis-ka.de

Mahnwache Durlach, Schlossplatz

Die stille Mahnwache für Frieden und Menschenrechte in Durlach seit 2018 findet immer am ersten Dienstag des Monats zwischen 17:00 und 18:15 Uhr am Schlossplatz statt.

Thematisch passende Transparente sind willkommen, auf Werbung für Parteien bitten wir zu verzichten.

Die nächste Mahnwache findet statt am Dienstag, den 2. Juni 2026, 17:00 bis 18:15 Uhr.

Mahnwache Karlsruhe, Kaiserstraße/Ecke Lammstraße

Seit 2025 führt das Friedensbündnis Karlsruhe immer am zweiten Mittwoch des Monats eine Mahnwache zwischen 17:00 und 18:00 Uhr durch, ab Mai 2026 an der Ecke Kaiserstraße/Lammstraße beim Jungbrunnen.

Thematisch passende Transparente sind willkommen, auf Werbung für Parteien bitten wir zu verzichten. Querdenker:innen sind unerwünscht.

Die nächste Mahnwache ist am Mittwoch, 10. Juni 2026,  17:00 bis 18:00 Uhr

Mahnwache auf dem Marktplatz im Mai 2025

Für die gemeinsame Anreise per Bahn zum Ostermarsch nach Stuttgart am Samstag, 4. April 2026 ist Treffpunkt im Hauptbahnhof Karlsruhe um 10:15 für Fahrt mit RE Abfahrt 10:32 Uhr, Ankunft in Stuttgart 11.25 Uhr.

Berliner Appell:

Gegen neue Mittelstreckenwaffen
und für eine friedliche Welt

Wir leben im gefährlichsten Jahrzehnt seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Gefahr, in einen atomaren Abgrund zu taumeln oder durch einen konventionellen Krieg umzukommen, ist real. An dieser Weggabelung stehen wir für eine friedliche und solidarische Welt der Gemeinsamen Sicherheit, Solidarität und Nachhaltigkeit für alle Menschen.

Wir sagen Nein zur Aufstellung neuer US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland.

Die geplanten Hyperschallraketen Dark Eagle steigern die Spannungen und sind insbesondere für Deutschland eine Gefahr, zum Ziel eines Präventivangriffs zu werden. Überdies fördern die geringen Vorwarnzeiten das Risiko von Fehlreaktionen.

Die Stationierung wurde ohne jede öffentliche und parlamentarische Diskussion entschieden. Abrüstungsverhandlungen sind nicht vorgesehen. Wir bleiben dabei, Konflikte und Rivalitäten nicht militärisch zu lösen, sondern alles zu tun, Kriege zu vermeiden oder zu beenden. Dieser Aufgabe darf sich niemand entziehen. 

Zur Webseite Berliner Appell und zur online-Unterschrift

Unterschriftensammlung auch auf der Mahnwache am Marktplatz

Antikriegstag 1. September 2025

Eindrücke vom Antikriegstag am 1. September 2025 auf dem Schlossplatz

Das Gedächtnis der Menschheit

von Bertolt Brecht,  Schriftstellerkongress 1952 für den Frieden und gegen die Nuklearrüstung

Das Gedächtnis der Menschheit
für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz.
Ihre Vorstellungsgabe für kommende
Leiden ist fast noch geringer.
Die Beschreibungen, die der New Yorker von den Gräueln der Atombombe erhielt, schreckten ihn anscheinend nur wenig.
Der Hamburger ist noch umringt von den Ruinen, und doch zögert er, die Hand gegen einen neuen Krieg zu erheben.
Die weltweiten Schrecken der vierziger Jahre scheinen  vergessen.
Der Regen von gestern macht uns nicht nass, sagen viele.
Diese Abgestumpftheit ist es, die wir zu bekämpfen haben, ihr äußerster Grad ist der Tod.

Allzu viele kommen uns schon heute vor wie Tote, wie Leute, die schon hinter sich haben, was sie vor sich haben, so wenig tun sie dagegen.
Und doch wird nichts mich davon überzeugen, dass es aussichtslos ist, der Vernunft gegen ihre Feinde beizustehen.
Lasst uns das tausendmal  Gesagte immer wieder sagen,
damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde!
Lasst uns die Warnungen erneuern, und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind!
Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden

6. und 9. August 1945 – Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki