Veranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung in Kooperation mit dem Ettlinger Bündnis gegen Rassismus und Neonazis
8. April 2026 um 18:30 Uhr in der Scheune der Diakonie, Pforzheimer Straße 31, 76275 Ettlingen
Das Kriegsgeschrei nimmt zu. Ein Gefühl von Macht- und Orientierungslosigkeit breitet sich aus. Aber Gegenwehr ist möglich. Indem man das Völkerrecht beim Wort nimmt, das Frieden gebietet und Krieg als Mittel der Politik verbietet. Das Grundgesetz enthält ein Friedensgebot. Doch vom Friedensgebot des Grundgesetzes und dem Gewaltverbot des Völkerrechts haben sich die Regierenden längst verabschiedet. Statt vom Völkerrecht ist jetzt die Rede von einer „regelbasierten Ordnung“. Aus der „regelbasierten“ wird eine „wertebasierte Ordnung“, um sich nicht an die Forderungen des Völkerrechts halten zu müssen. Und so wird Kriegstüchtigkeit als Weg zum Frieden gefordert. Doch das ist die Absage an die Friedenstüchtigkeit.
Prof. Dr. Jörg Arnold kritisiert die Verwahrlosung des Völkerrechts und plädiert für einen Frieden auf der Basis des Rechts: Wer Frieden will, der muss das Völkerrecht achten. Denn das Völkerrecht ist ein Instrument, das Frieden schafft und sichert.
Vor 40 Jahren – Atomkatastrophe Tschernobyl
Veranstaltungen und Aktionen 24. – 26. April 2026
Treffen und Mahnwachen vom Friedensbündnis
Treffen
Das Friedensbündnis trifft sich immer am dritten Mittwoch des Monats um 18:00 Uhr im Roten Stern im Gewerbehof, Steinstraße 23 (beim Lidellplatz)
Bei der ersten Teilnahme gerne vorher anmelden unter
aktive(ät)friedensbuendnis-ka.de
Mahnwache Durlach, Schlossplatz
Die stille Mahnwache für Frieden und Menschenrechte in Durlach seit 2018 findet immer am ersten Dienstag des Monats zwischen 17:00 und 18:15 Uhr am Schlossplatz statt.
Thematisch passende Transparente sind willkommen, auf Werbung für Parteien bitten wir zu verzichten.
Die nächste Mahnwache findet statt am Dienstag, am 7. April 2026, 17:00 bis 18:15 Uhr.
Mahnwache Karlsruhe, Marktplatz
Seit 2025 führt das Friedensbündnis Karlsruhe immer am zweiten Mittwoch des Monats eine Mahnwache zwischen 17:00 und 18:00 Uhr auf dem Marktplatz durch.
Thematisch passende Transparente sind willkommen, auf Werbung für Parteien bitten wir zu verzichten. Querdenker:innen sind unerwünscht.
Die nächste Mahnwache ist am Mittwoch, 8. April 2026, 17:00 bis 18:00 Uhr
Für die gemeinsame Anreise per Bahn zum Ostermarsch nach Stuttgart am Samstag, 4. April 2026 ist Treffpunkt im Hauptbahnhof Karlsruhe um 10:15 für Fahrt mit RE Abfahrt 10:32 Uhr, Ankunft in Stuttgart 11.25 Uhr.
Berliner Appell:
Gegen neue Mittelstreckenwaffen
und für eine friedliche Welt
Wir leben im gefährlichsten Jahrzehnt seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Gefahr, in einen atomaren Abgrund zu taumeln oder durch einen konventionellen Krieg umzukommen, ist real. An dieser Weggabelung stehen wir für eine friedliche und solidarische Welt der Gemeinsamen Sicherheit, Solidarität und Nachhaltigkeit für alle Menschen.
Wir sagen Nein zur Aufstellung neuer US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland.
Die geplanten Hyperschallraketen Dark Eagle steigern die Spannungen und sind insbesondere für Deutschland eine Gefahr, zum Ziel eines Präventivangriffs zu werden. Überdies fördern die geringen Vorwarnzeiten das Risiko von Fehlreaktionen.
Die Stationierung wurde ohne jede öffentliche und parlamentarische Diskussion entschieden. Abrüstungsverhandlungen sind nicht vorgesehen. Wir bleiben dabei, Konflikte und Rivalitäten nicht militärisch zu lösen, sondern alles zu tun, Kriege zu vermeiden oder zu beenden. Dieser Aufgabe darf sich niemand entziehen.
Zur Webseite Berliner Appell und zur online-Unterschrift
Unterschriftensammlung auch auf der Mahnwache am Marktplatz
Antikriegstag 1. September 2025
Eindrücke vom Antikriegstag am 1. September 2025 auf dem Schlossplatz
Das Gedächtnis der Menschheit
von Bertolt Brecht, Schriftstellerkongress 1952 für den Frieden und gegen die Nuklearrüstung
Das Gedächtnis der Menschheit
für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz.
Ihre Vorstellungsgabe für kommende
Leiden ist fast noch geringer.
Die Beschreibungen, die der New Yorker von den Gräueln der Atombombe erhielt, schreckten ihn anscheinend nur wenig.
Der Hamburger ist noch umringt von den Ruinen, und doch zögert er, die Hand gegen einen neuen Krieg zu erheben.
Die weltweiten Schrecken der vierziger Jahre scheinen vergessen.
Der Regen von gestern macht uns nicht nass, sagen viele.
Diese Abgestumpftheit ist es, die wir zu bekämpfen haben, ihr äußerster Grad ist der Tod.
Allzu viele kommen uns schon heute vor wie Tote, wie Leute, die schon hinter sich haben, was sie vor sich haben, so wenig tun sie dagegen.
Und doch wird nichts mich davon überzeugen, dass es aussichtslos ist, der Vernunft gegen ihre Feinde beizustehen.
Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen,
damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde!
Lasst uns die Warnungen erneuern, und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind!
Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden
6. und 9. August 1945 – Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki
