Archiv der Kategorie: Diskussion

Unter der Rubrik „Diskussion“ können registrierte Aktive eine Beiträge zur Meinungsbildung des Friedensbündnisses veröffentlichen. Diese Positionen sind (noch) NICHT im Friedensbündnis diskutiert geschweige denn Bestandteil der gemeinsamen Position.

Apropos Afghanistan

Auf Initiative der DFV/VK Karlsruhe spricht Andreas Zumach am Mittwoch, 3. November 2021 um 20:00 Uhr im Kulturzentrum Tollhaus zum Thema „Gescheiterter Krieg (gegen den Terror) ohne Ende: Afghanistan, Irak, Syrien, Mali, Afghanistan – und wie weiter?“

Link zur Tollhaus-Seite zur Veranstaltung

Gemessen an dem erklärten Ziel des von der damaligen US-Regierung ausgerufenen „Krieg gegen den Terrorismus“, die Bedrohung durch islamistisch gerechtfertigten Terrorismus aus der Welt zu schaffen, ist dieser Krieg nur gescheitert. Auch die nachgeschobenen Ziele, in bislang diktatorisch regierten Staaten Freiheit, Menschenrechte und Demokratie durchzusetzen, wurde verfehlt. Doch selbst nach der schmachvollen Niederlage der NATO-Staaten in Afghanistan findet keine ehrliche, selbstkritische Bilanz der letzten 20 Kriegsjahre statt. Stattdessen wird der „Krieg gegen den Terrorismus“ einfach fortgesetzt. Andreas Zumach nennt in seinem Vortrag Gründe für das Scheitern und mögliche Alternativen.

Andreas Zumach

Informationen zum Referenten: Andreas Zumach, 1954 geboren, ist Journalist und Buchautor und lebt in Berlin. Er war von 1988 bis 2020 UNO-Korrespondent mit Sitz in Genf. Er arbeitet für die Berliner tageszeitung (taz) und die Zürcher Wochenzeitung WOZ, Die Presse in Wien sowie für weitere Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehanstalten in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Großbritannien und den USA.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, es gelten die aktuellen Pandemievorschriften. Die aktuell gültigen Regeln findet man auf www.tollhaus.de

Gemeinsames trotz Trennendem

Beispiele gelingender Zusammenarbeit zwischen Religionen in Palästina

Mittwoch 17. November 2021 um 19:00 Uhr im IBZ Karlsruhe, Kaiserallee 12d

Die versöhnungsfördernde, friedensstiftente Palästinenserin Dr. Sumaya Farhat-Naser zeigt an Beispielen, wie es gelingen kann, dass Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen sich gemeinsam für eine bessere Welt einsetzen.

Frau Farhat Naser arbeitet schon seit rd. 35 Jahren in verschiedenen Funktionen an unterschiedlichen Projekten, um die Gemeinsamkeiten zwischen Palästinensern und Israels, zwischen Juden und Christen, zwischen Muslimen und Christen zu fördern.

Ein paar Beispiele:  Als Dozentin an der Universität Beir Zeit, als Leiterin eines Frauenbegegnungszentrums in Ostjerusalem, als Lehrerin in christlichen Schulen, als Leiterin eines Rehabiltationszentrums für Behinderte, als Antigewalttrainerin mit Kindern und Jugendlichen, als Anleiterin für Dorfentwicklungsprojekte, als Autorin von vielen wertvollen Büchern und als Referentin bei Vorträgen und Seminaren in Deutschland und der Schweiz.  Sie war Schülerin der christlichen Schule Beit Jala, studierte in Deutschland Biologie und Pädagogik

Die Veranstaltung ist kostenlos. Frau Sumaya Fahrhat Naser freut sich über eine Spende für Ihre Arbeit.

Es gilt die 3G Regel.

Veranstaltet von Bildung und Begegnung Palästina e.V. in Kooperation mit dem IBZ Karlsruhe

Bundestagskandidat*innen live und im Stream

„Weiterhin immer mehr Rüstungsausgaben oder Sicherheit neu denken? – Bundestagskandidat*innen antworten auf Fragen und Vorschläge aus der Friedensbewegung“

Livestream der Diskussionsveranstaltung am 7. September zur Bundestagswahl im Kulturzentrum Tollhaus in Karlsruhe

Dr. Monika Bossung-Winkler (pax christi Diözesanverband Speyer) stellt zu Beginn das Szenario „Sicherheit neu denken! – von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik“ vor.


Im Anschluss diskutieren die Karlsruher Bundestagskandidat:innen

Zoe Mayer (Bündnis90/ die Grünen, Vorsitzende der Grünen Gemeinderatsfraktion), 

Parsa Marvi (SPD, Vorsitzender der SPD Gemeinderatsfraktion) und

Michel Brandt (die Linke, Mitglied des Bundestags seit 2017) mit  

Stefan Maaß (Arbeitsstelle Frieden der evangelischen Landeskirche Baden) und Stefan Lau (Deutsche Friedensgesellschaft–Vereinigte Kriegsdienstgegner:innen DFG-VK Karlsruhe.

Zum Szenario „Sicherheit neu denken“ finden sich weitere Informationen auf der Internetseite: https://www.sicherheitneudenken.de/

YouTube-Link zur Veranstaltung:

YouTube Link

Über die Veranstaltung wurde auch in den BNN berichtet.

Frauen für Frieden zur BT-Wahl

Die Frauen für Frieden Karlsruhe haben Karlsruher Kandidat*innen zur Bundestagswahl in einem Brief  gefragt, für welche friedenspolitischen Zielsetzungen sie sich einsetzten werden.

Wir veröffentlichen diesen Brief und die Antworten nach und nach in der Reihenfolge des Eingangs:

Brief Frauen für Frieden Karlsruhe

Antworten:

Parsa Marvi (SPD)

Ingo Wellenreuther (CDU)

Zoe Mayer (Bündnis 90/Die Grünen)

Michel Brandt (Die Linke)

Städtepartnerschaften für den Frieden

Anlässlich des 80. Jahrestages des Überfalls Deutschlands auf Russlandam 22. Juni 2021 und des derzeit angespannten Ost-West-Verhältnisses sind die knapp 100 deutsch-russischen Städtepartnerschaften Hoffnungszeichen der Verständigung auf lokaler Ebene, die mahnen: Nie wieder Krieg! Und: Es braucht eine neue Entspannungspolitik.

In der Aufzeichnung einer Sendung vom 19. Mai 2021 im Rahmen von Transparenz TV und der Sendereihe „Friedensfragen mit Clemens Ronnefeldt“ erläutert Eva Aras, wie die Städtepartnerschaft Köln-Wolgograd auf lokaler Ebene zur gegenseitigen Verständigung und damit auch zum Frieden beitragen kann.

Link zur YouTube-Aufzeichnung

Eva Aras war beruflich Lehrerin für Geschichte und Russisch in Köln und ist seit einigen Jahren ehrenamtliche Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Wolgograd, dem früherenStalingrad. 


1988 startete eine offizielle Städtepartnerschaft zwischen Köln und Wolgograd, ein Jahr später wurde der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Wolgograd gegründet. 


Ab 1991 begann die Unterstützung von russischen Zwangsarbeiter*innen inWolgograd, die im zweiten Weltkrieg in Deutschland unter dem NS-Regimegelitten hatten. Die Stadt Köln und auch die Stiftung „Erinnern, Verantwortung, Zukunft“ unterstützen diese Friedensarbeit.

Seit 2002 gibt es  einen mobilen Hilfsdienst für diese ehemaligen Zwangsarbeiter*innen.


Ebenfalls im Jahre 2002 erschien das Buch „… und die Wolga brannte.Überlebende aus Stalingrad erinnern sich.“ 50 Menschen aus Wolgograd schreiben darin, was sie als Jugendliche vor 70 Jahren in der Schlacht von Stalingrad erlebt haben. Es gibt eine russische und eine deutsche Ausgabe, die großes Echo in beiden Städten hervorrief.


Auf kulturellem Gebiet und sportlichen Gebiet gibt es Austauschprogramme zwischen Köln und Wolgograd, die in der Sendung vorgestellt werden.

Arun Gandhi im Gespräch

Mit freundlicher Genehmigung der DFG/VK Karlsruhe präsentieren wir einen Link zu Aufzeichnungen von der Tollhaus-TV#15-Veranstaltung vom 29. Mai 2021:

Wut ist ein Geschenk – Sanftmut kann die Welt erschüttern
Arun Gandhi im Gespräch mit jungen und alten Friedensaktivist:innen

Die Veranstaltung mit Arun Gandhi war ursprünglich in Präsenz geplant und eine der ersten, die im März letzten Jahres im Tollhaus abgesagt werden musste. Jetzt konnte sie glücklicherweise in der Reihe Tollhaus-TV in Kooperation mit der Regionalstelle Karlsruhe der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV)  und der Arbeitsstelle Frieden der evangelischen Landeskirche in Baden und mit finanzieller Unterstützung des Kulturamts der Stadt Karlsruhe nachgeholt werden.

Arun Gandhi ist der fünfte Enkel von Mahatma Gandhi. Er arbeitete 30 Jahre lang als Journalist für die Times of India, schrieb für die Washington Post und ist Präsident des Gandhi Worldwide Education Institute. Als 12-Jähriger lebte Arun Gandhi bei seinem Großvater Mahatma Gandhi zwei Jahre im Ashram Sevagram in Zentralindien. 2017 veröffentlichte er das Buch „Wut ist ein Geschenk“, in dem Arun Gandhi die nachhaltigen Lehren der Erziehung durch seinen Großvater schildert, die sein ganzes weiteres Leben prägten. Im Gespräch mit jungen und alten Friedensaktivist:innen im Tollhaus-TV schildert Arun Gandhi sehr anschaulich wie wichtig gerade in unserer heutigen Zeit die auf den Prinzipien von Liebe, Verständnis, Akzeptanz und Mitgefühl beruhende Philosophie der Gewaltfreiheit von Mahatma Gandhi ist und wie man sie im Alltag anwenden kann. Ergänzt wird das Gespräch durch eine sehr eindrucksvolle Lesung von Texten Mahatma und Arun Gandhis durch den Schauspieler Robert Besta.

Aufzeichnungen werden nach und nach unter dem Tollhaus-Link bzw. auf YouTube (Suche nach Tollhaus TV#15) zur Verfügung gestellt.

Stand heute verfügbar sind:

Robert Besta liest Arun Gandhi

Arun Gandhi #1

Arun Gandhi #2

FCAS – Was Ist das?

Als Friedensbündnis gehen uns die Themen nicht aus, in Sachen Kriegsführung sind ansonsten konservativ agierende Regierungen leider sehr innovativ. Für uns selbst zum Einlesen in Vorbereitung auf zukünftige Aktionen und für alle als Denkanstoß eine Vortrag von Lühr Henken, gehalten auf der bundesweiten digitalen Zivilklauselveranstaltung zum Kampfflugzeugsystem FCAS (Future Combat Air System).

Vortrag FCAS

Auf dem nächsten Treffen wollen wir uns mit FCAS befassen und überlegen, ob und wie wir unter Corona-Bedingungen dazu etwas machen können, möglichst in Kooperation mit Friedensfreund*innen aus Frankreich.