Archiv der Kategorie: Aktionen

Unter der Kategorie “Aktionen” können registrierte Aktive Fotos (bitte nur mit Zustimmung der Fotografierten und ohne Tags!) und Berichte von Aktionen veröffentlichen.

Jubiläum Mahnwache Durlach

Schon drei Jahre allmonatlich Mahnwache für Frieden, Demokratie und Menschenrechte in Durlach am Schlossplatz, immer am ersten Dienstag des Monats ab 17:00 Uhr. Impressionen vom Jubiläum:

Foto der Mahnwache mit allen Aktiven

Wie immer sprechen bei dieser Mahnwache die Schilder. Es werden keine Flyer aktiv verteilt, sondern die Teilnehmenden warten, bis Passant*innen das Gespräch suchen:

Am Anfang waren wir noch nicht so zahlreich, aber das hat auch Vorteile, Passant*innnen fällt es leichter, auf einzelne mit Fragen und Kommentaren zuzugehen.

Die Zitate auf den Schildern regen ja auch wirklich zum Nachdenken und/oder Diskutieren an:

Bei strahlend schönem Wetter verging die Mahnwachen-Stunde wie im Flug, ein gelungenes Jubiläum, und alle Beteiligten sind gespannt, ob aus den durchgeführten Interviews ein Pressebericht wird, denn wir dann natürlich auch hier verlinken.

Nachtrag:

Nach Abschluss der Mahnwache hat Ian dann noch verraten, war für ein T-Shirt er hinter dem Schild trägt und warum er

“Team Todenhöfer- Die Gerechtigkeitspartei”

für eine gute friedenspolitische Idee hält.

Da gehen die Meinungen im Friedensbündnis und bei den Mahnwachen-Aktiven auseinander, aber mit dem Thema Bundestagswahl insgesamt und als Anlass für friedenspolitische Aktionen wird sich das Friedensbündnis auf den nächsten Sitzungen bestimmt befassen.

Foto zum Nachtrag

Atomwaffen verbieten

22. Januar 2021 – der Atomwaffenverbotsvertrag tritt in Kraft

Dies ist der Beginn vom Ende der Atomwaffen! – Sicherheit neu denken

Streaming-Veranstaltung der DFG-VK Karlsruhe und des Forum Friedensethik in der evangelischen Landeskirche Baden aus der Kinemathek Karlsruhe.

Nachdem im letzten Herbst mit Honduras der 50. Staat den Atomwaffenverbotsvertrag ratifiziert hat, tritt der Vertrag am 22. Januar 2021 in Kraft. Der Atomwaffenverbotsvertrag verbietet allen beigetretenen Staaten Produktion, Besitz, Stationierung und Einsatz von Nuklearwaffen. Damit bildet dieser Vertrag ein wesentliches Element auf dem Weg zu einer Welt ohne Atomwaffen. Wie schon mit den chemischen und biologischen Waffen geschehen, steht nun die Ächtung der Atomwaffen auf der politischen Agenda der Weltgemeinschaft. Das Zustandekommen des Atomwaffenverbotsvertrags ist auch und vor allem ein großer Erfolg der vielen Initiativen und Organisationen, die sich im ICAN-Bündnis, der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, zusammengeschlossen haben. ICAN ist ein Bündnis von über 500 Organisationen in über hundert Ländern, in dem tausende von Menschen aktiv mitarbeiten. Auch die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) und das Forum Friedensethik in der evangelischen Landeskirche Baden sind Mitglied von ICAN, Grund genug auch in Karlsruhe das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrags zu feiern und die Bundesregierung erneut aufzufordern dem Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten. 

Gefordert wird dies auch von 56 ehemaligen Außen- und Verteidigungspolitikern aus verschiedenen NATO-Staaten und Japan in einer gemeinsamen Erklärung vom 21.9.2020, in der sie ihre Regierungen und Parlamente auffordern, dem Verbotsvertrag beizutreten. Diese Erklärung wurde unter anderem von den ehemaligen NATO-Generalsekretären Javier Solana und Willy Claes unterschrieben. Es ist also an der Zeit, dass die Bundesregierung in der nuklearen Abrüstung voranschreitet, dem Verbotsvertrag beitritt, den Abzug der Atombomben aus Büchel veranlasst und die Nukleare Teilhabe in der NATO aufgibt.

Unterstützt wird die Veranstaltung von Dr. Frank Mentrup, dem Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe und Mayor for Peace. Der Karlsruher Gemeinderat hat mit großer Mehrheit den ICAN-Städteappell unterzeichnet, der die Bundesregierung auffordert dem Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten. Roland Blach (Landesgeschäftsführer der DFG-VK Baden-Württemberg) und Andreas Zumach, UN-Korrespondent der taz, beleuchten die Bedeutung des Atomwaffenverbotsvertrages für die internationalen Beziehungen und Stefan Maaß, der Friedensbeauftragte der evangelischen Landeskirche in Baden, stellt das von ihm mitentwickelte Szenario „Sicherheit neu denken“ vor, mit dem in realistischen Einzelschritten die militärische Sicherheitslogik überwunden werden kann hin zu einem gerechten auf Ausgleich beruhendem internationalen Sicherheitssystem zwischen den Staaten. Die aus Hiroshima stammende Pianistin Eriko Takezawa-Friedrich und der Trompeter Reinhold Friedrich sorgen für die musikalischen Beiträge der Veranstaltung, die ab dem 22. Januar ab 12.00 Uhr auf der Internetseite der Kinemathek Karlsruhe angeschaut werden kann: www.kinemathek-karlsruhe.de

Ostermarsch 2021

Zur Vorbereitung des zentralen Ostermarsches in Stuttgart wurde am 9. Dezember 2020 auf Einladung des Friedensnetzes vereinbart:

Neben regionalen Ostermärschen in Baden-Württemberg soll wieder in Stuttgart ein zentraler Ostermarsch stattfinden, dieses Mal am Samstag, 3. April 2021. Er wird als Marsch und Kundgebung in Präsenz geplant.

Das nächste Treffen zur Vorbereitung des Ostermarsches findet am 5. Januar 2021 um 19 Uhr virtuell statt.

Bis dahin wird ein Entwurf für einen Aufruf erarbeitet, zu dem in der Diskussion Stichworte genannt wurden:

  • Lockdown für Rüstung und Krieg
  • Rüstung und Umwelt
  • Rüstungshaushalt und Kriegsgefahr
  • Aufrüstung und Atomwaffen
  • globale Zusammenhänge.

Wesentliche Bündnispartner für die Friedensbewegung sind traditionell Gewerkschaften, Christen, Frieden schaffen ohne Waffen, politische Friedenskräfte in und außerhalb des Bundestages, Jugend und Umwelt.

Über Aufruf, nähere Planungen des Ablaufs, RednerInnen und Musik wird beim nächsten Treffen beraten.

75 Jahre Befreiung

Gedenken an den 75. Jahrestag des Kriegsendes in Europa und der Befreiung vom Faschismus

Am 8. Mai 2020 forderten die Gruppe Karlsruhe der Deutschen Friedensgesellschaft/Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen die Karlsruher Bürger*innen zu einem stillen Gedenken an den Denkmälern für die Opfer des Nationalsozialismus in Karlsruhe auf und lud am Nachmittag ein  Friedensbotschaften in den „Friedenspark Nymphengarten“ zu bringen.

Es gibt in Karlsruhe sehr viele Kriegsdenkmäler, allein zum ersten und zweiten Weltkrieg gibt es 75 Denkmäler, aber leider noch immer kein einziges Friedensdenkmal.  An die Opfer des Nationalsozialismus erinnern in Karlsruhe 22 Denkmäler. Die Standorte aller Gedenkorte findet man im digitalen Findbuch des Stadtarchivs Karlsruhe.

Am Nachmittag des 8. Mai kamen mehrere hundert Menschen in den  „Friedenspark Nymphengarten“ und brachten ihre Friedensbotschaften mit. Frieden und Gerechtigkeit brauchen aktiven Einsatz und einen angemessenen Platz in der Stadt, friedlich denken allein genügt nicht. In Karlsruhe könnte der „Friedenspark Nymphengarten“ zwischen Naturkundemuseum und Kriegsstraße (!) so ein Platz werden.

Fotos von der Aktion